Kartenzahlung am Tisch: was das mit Ihrem Abend macht
Der Weg zum Tresen und zurück kostet bei jeder Rechnung Minuten. Mobiles Bezahlen am Tisch ändert nicht nur das Tempo, sondern auch das Trinkgeld und die Zahl der Tische, die Sie am Abend drehen.
Der Moment, in dem ein Gast zahlen will, ist der empfindlichste des ganzen Abends. Das Essen war gut, die Stimmung ist gut, und dann wartet der Tisch. Erst auf die Rechnung, dann darauf, dass jemand das Gerät holt.
Zwei Wege zum Tresen pro Rechnung, bei 40 Rechnungen am Abend sind das 80 Wege. Rechnen Sie eine Minute pro Weg, kommen Sie auf mehr als eine Stunde reine Laufzeit, verteilt auf genau die Zeit, in der Sie am wenigsten davon haben.
Was sich ändert, wenn das Gerät mitkommt
- Der Tisch ist schneller frei, das ist an vollen Abenden bares Geld
- Der Gast entscheidet am Tisch über das Trinkgeld, nicht im Vorbeigehen
- Geteilte Rechnungen sind kein Drama mehr, weil das System rechnet
- Kein Bargeldbestand am Tresen, der abends gezählt werden muss
Tap to Pay: das Handy ist das Terminal
Moderne Lösungen brauchen kein zusätzliches Gerät mehr. Das Handy, auf dem der Kellner ohnehin die Bestellung aufnimmt, nimmt auch die Karte entgegen. Ein Gerät weniger, das geladen, gesucht und ersetzt werden muss.
Der Beleg
Wichtig bleibt, dass der Beleg automatisch an der richtigen Stelle druckt, ohne dass jemand ihn anstößt. Sonst verlagert sich der Weg nur vom Kartenlesegerät zum Drucker.
Was der Wechsel praktisch bedeutet
Die Umstellung ist kleiner, als die meisten erwarten. Wenn das Handgerät ohnehin für die Bestellung genutzt wird, kommt keine neue Hardware dazu: Dasselbe Gerät nimmt auf, kassiert und löst den Beleg aus. Wo ein separates Terminal im Einsatz bleibt, wird es an das Kassensystem angebunden, damit der Betrag nicht mehr von Hand eingetippt werden muss.
Genau dort passieren die meisten Fehler. Ein Zahlendreher beim Abtippen fällt erst beim Abschluss auf, und dann steht die Differenz da, ohne dass jemand weiß, wo sie herkommt. Wenn der Betrag aus der Bestellung ans Terminal geht, kann er nicht falsch sein.
Was Sie vorher klären sollten
- Welche Zahlarten Ihre Gäste tatsächlich nutzen: Karte, kontaktlos, Apple Pay, Google Pay
- Ob Ihr bestehendes Terminal an ein Kassensystem angebunden werden kann
- Wie geteilte Rechnungen ablaufen sollen: nach Positionen oder nach Köpfen
- Wo der Beleg gedruckt wird, wenn am Tisch kassiert wird
- Was passiert, wenn das Netz im hinteren Gastraum schwach ist
Der letzte Punkt wird gern übersehen und ist der häufigste Grund für Ärger. Ein Handgerät, das auf der Terrasse keine Verbindung hat, ist auf der Terrasse nutzlos. Das lässt sich vorher messen und mit einem zusätzlichen Zugangspunkt lösen, kostet aber nach der Einrichtung deutlich mehr Nerven als davor.